Weihnachtsbäckerei

Jedes Jahr am Buß-und Bettag wurde bei uns zuhause gebacken. Dann standen in unserer winzigen Küche meine Mutter und wir drei Kinder und bereiteten Vormittags die Teige vor und den restlichen Tag bis spät in die Nacht wurde ausgestochen, ausgerollt, geformt und geknetet, gebacken und bestrichen und vor allem probiert. Dieser Tag leutete damals die Weihnachtszeit ein. Ab diesem Tag ging unser Vater immer selbst in den Keller um die Getränke zu holen und dabei das eine oder andere Plätzle aus den Tontöpfen zu stibiezen. Auch wenn er dabei einmal von einer Mausefalle erwischt wurde. Er ließ sich nicht davon abbringen denn diese Brötchen waren immer die Besten.

Später war dieser Buß – und Bettag kein Feiertag mehr und ich hatte nicht immer die Zeit um an diesem Tag unserer alten Tradition nach zukommen. Allerdings habe ich es jedes Jahr irgendwann geschafft trotzdem ein wenig Zeit für meine Plätzchen zu erübrigen und auch dieses Jahr war es letzte Woche wieder so weit. Da ich Urlaub hatte konnten wir endlich die Weihnachtszeit einleuten. Zusammen mit meiner Tochter haben wir uns daran gemacht ein paar der Rezepte von damals abzustauben und leckere Brödle zu backen. Zum leidwesen meiner Tochter waren keine Ausstecherle dabei sonder nur so langweilige andere Dinger wie Vanillekipferl, Haselnussmakronen oder Spitzbuben aber sie hat trotzdem bis zum Schluß tapfer mitgebacken. Was für ein Spaß. Und das Beste: Sie schmecken auch noch fast so gut wie damals.

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