Quittengelee

Quitten sehen etwas seltsam verwachsen aus. 

In der Vorbereitung dieses Beitrags habe ich dann mal geschaut was für eine Frucht Quitten so sind und war ein wenig erstaunt. Sie gehören zu den Rosengewächsen, haben einen ganz eigenen Geschmack und sind roh unheimlich hart und sauer. Also eigentlich gänzlich ungenießbar. Gekocht allerdings entwickelt sich ein besonderer eben ganz eigener Geschmack.

Da Quitten sehr hart sind, ist es nicht so ganz einfach sie zu verarbeiten. Nicht zuletzt deshalb werden sie nicht mehr so oft angepflanzt geschweige denn verarbeitet. Um ihr Kernhaus herum haben sie einen Bereich, in dem das Fruchtfleisch ein wenig körnig erscheint. Deshalb finde ich Marmeladen nicht so toll von Quitten. Denn um diese Körnchen die auch bei langem Kochen nicht verschwinden später nicht in der Marmelade zu haben  muß man das gekochte Fruchfleisch pürrieren und durch ein feines Sieb streichen und kann erst dann Marmelade davon kochen. Viel Besser finde ich deshalb Quittengelee. Natürlich ist auch das etwas Zeitaufwendiger aber wer Quittengeschmack liebt (so wie ich) nimmt das gerne in Kauf.

Zuerst sollte man den Flaum von den Früchten abreiben, denn der macht das Gelee später trüb. Natürlich werden sie gewaschen, entkernt und in kleinere Stücke geschnitten. Bei größeren Mengen kann das leicht zu Krämpfen in der Hand führen. In einem großen Topf werden die Quitten dann mit reichlich Wasser (so viel, bis es zwischen den Stückchen zu sehen ist) weich gekocht.

 Am besten mit einem Decke, denn sie dürfen gerne eine halbe Stunde und länger köcheln. Aber bitte aufpassen, daß nicht zu viel Wasser verdampft und alles anbrennt. Danach einfach ein wenig abkühlen lassen. Um nun den Saft zu erhalten stelle ich ein Sieb in eine Schüssel die groß genug ist um den gesamten Saft aufzufangen. In das Sieb lege ich ein Passiertuch oder anderen Stofftuch und schütte dann die Quitten darauf. Das Tuch binde ich dann an den viel Ecken zusammen und hänge es so auf, daß der restliche Saft in die Schüssel laufen kann. Bei mir steht das Ganze über Nacht in der Küche.

Am nächsten Tag wird der Saft dann nochmals aufgekocht. Ich werfe immer eine halbe Vanilleschote mit in den Saft, denn Vanille und Quitte ergänzen sich herforragend. Tja und dann kommt der Gelierzucker dazu (bei mir 2:1 er also 900 ml Saft und 500g Gelierzucker) um daraus nach Anweisung ein Gelee zu kochen. Abfüllen fertig.

Das erste Brot mit Quittengelee ist immer das Beste finde ich. Ich kann garnicht genug davon bekommen.

 

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